Natural Horsemanship-Kurs mit Helmut Bramesfeld

                                            Text: Janna Fotos: alle

Anfang Mai dieses Jahres war es endlich soweit: der lang ersehnte Einführungskurs in die Methode des Natural Horsemanship, bei Speedpass Weltmeister und IPZV Trainer B Helmut Bramesfeld stand bei uns auf dem Birkenhof an. Seine außergewöhnliche Trainingsmethode, machte ihn auch abseits des Islandpferdesports unter Pferdeleuten bekannt.

Je näher der Tag kam, so mehr Anfragen erhielten wir, von Bekannten, Nachbarn und anderen Pferdebegeisterten aus dem Umfeld und von weiter her, die sich noch kurzfristig einen Platz in der Praxis oder zumindest Theorie sichern wollten. So konnten wir uns am Ende kaum noch vor Anfragen retten und haben jeden Winkel unseres Theorieraumes bestmöglich ausgenutzt, um alle Helmut-begeisterten unter zu bekommen.

Die Organisation haben Sandra und Janna übernommen, mit großer Unterstützung durch Tini. So wurden Haus und Hof auf Vordermann gebracht, Abläufe und andere organisatorische Dinge geplant und koordiniert, damit auch der laufende Betrieb auf dem Hof uneingeschränkt weitergehen konnte und ein neuer Bodenarbeitsplatz mit sicherer Umzäunung erschaffen. Für unsere Gästepferde wurden (wunderschöne) Gästepaddocks erbaut. Wir staunten nicht schlecht, wie viele Kapazitäten unser Hof so aus dem nichts hergab…

Die ersten Teilnehmer waren bereits am Freitag mit ihren Vierbeinern bei uns eingezogen und hatten die erste Nacht auf dem Birkenhof gut überstanden. Pünktlich am Samstag um 9 Uhr konnte es losgehen und alle 25 Teilnehmer hatten zur ersten Theorieeinheit zusammengefunden. Diese erwies sich als äußerst kurzweilig, da Helmut nicht mit vielen Fremdwörtern und Präsentation hantierte, sondern uns durch viele Geschichten und Beispiele aus seinem Alltag von seinem Konzept überzeugte. Anschließend ging es an die erste Praxiseinheit, in der Helmut uns mit Embrujo demonstrierte, wie er anfängt mit einem Pferd zu arbeiten. Nach einer ganzen Weile im Roundpen hatte er es geschafft, dass dieses äußerst sensible und schwierige Pferd, sich ihm zuwandte und anschloss. Nach der Mittagspause (ein großer Dank geht hier an Sandra, die uns wieder bestens verköstigte), ging es dann frisch motiviert in Kleingruppen an die erste praktische Einheit mit eigenem Pferd. Ziel war es, die ersten kleinen Aufgaben zu bewältigen, die wir theoretisch erlernt hatten und dem Pferd zu vermitteln, sich seinem Menschen entspannt anzuschließen. Besonderen Wert legte Helmut hier auf viele kleine Pausen innerhalb der Einheit, um den Pferden stets Zeit zum Nachdenken zu geben. Auch das Wetter meinte es gnädig, so konnten wir stets trockenen Hauptes, die Arbeit der anderen Teilnehmer gut gelaunt verfolgen, was erfreulicherweise zu einer Vielzahl an Zaungästen während der Einheiten führte.

Am zweiten Tag konnten wir gut an den vorherigen anknüpfen und so konnten einige Teilnehmer bereits den nächsten Schritt „follow under pressure“ praktizieren und den Strick auch einmal lösen. So flitze das ein oder andere Pferd auch mal ungeplant in eine andere Ecke und hatte den Anschluss verloren. Aber Helmut ermutigte uns, dass auch diese Erfahrung dazu gehöre. Nach weiteren fesselnden Theoriestunden, in denen Helmut uns u.a. von seinen Erfahrungen mit einigen Größen der Freiheitsdressur berichtete, sowie seinen Weg mit Blöndal bis zum WM-Titel und was die Methode des Natural Horsemanship dazu beigetragen hatte, ging es an die letzte Praxis-Einheit.

Helmuts Devise an beiden Tagen, sich individuell so viel Zeit für jeden Teilnehmer zu nehmen, bis er einen Fortschritt machte, zahlte sich aus und so konnte jede Pferd-Reiter-Kombination von der individuellen Betreuung profitieren und persönliche Erfolge verbuchen. Für Helmut hieß dies, dass er sich keineswegs an den geplanten Zeiten festhielt, sondern engagiert bis in die Abendstunden auch einen späteren Feierabend in Kauf nahm. Vielen Dank hierfür Helmut!

Es waren zwei ereignisreiche Tage, die wir zur vollsten Zufriedenheit aller auf dem Birkenhof meistern konnten. Besonders überwältigt hat uns das durchweg positive Feedback und Lob der Teilnehmer, das uns mehr als freute. Mit so viel positiver Resonanz haben wir nicht gerechnet! Der Großteil hat bereits Interesse an einer Fortsetzung im nächsten Jahr bekundet …

Und mit Sicherheit kann man jeden Teilnehmer nachts wecken und fragen: „Wo liegt die Entspannung“ und er wird im Schlaf antworten: „Bei mir“.

 

2 Gedanken zu “Natural Horsemanship-Kurs mit Helmut Bramesfeld

  1. Vielen lieben Dank für diesen tollen Kurs! Matti und ich haben uns so wohl bei Euch gefühlt – wo findet man schon einen top vorbereiteten Paddock mit Namensschild bei der Anreise vor. Viele nette Pferde und Teilnehmer. Helmut Bramesfeld, der mit einer Ruhe und Ausdauer auf jedes Pferd/Besitzer Gespann eingegangen ist. Ich hoffe sehr, dass es einen nachfolgenden Kurs mit ihm bei Euch geben wird! Liebe Grüße Jutta und Matti

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